Das bekannte Eisbergmodell erklärt auf anschauliche Art und Weise wie sich Kultur nach aussen manifestiert und welche Anteile verdeckt wirken. Das im interkulturellen Bereich durch Edward T. Hall populär gewordene Erklärungsmodell geht davon aus, dass das Wichtigste einer jeden Kultur unsichtbar und nur ein kleiner Teil sichtbar ist, eben die Spitze des hauptsächlich unter Wasser liegenden Eisbergs.1
Kultur besteht aus sichtbaren und wahrnehmbaren Elementen wie Artefakte, Kunst, Küche, Theater, Musik, Sprache etc., denen wir mit unseren fünf Sinnen vor allem auf Reisen in fremde Länder begegnen oder die wir bei Begegnungen mit Fremden wahrnehmen. Das im Wasser verborgene Fundament des Eisberges ist weniger leicht zu erkennen. Werte, Normen, Grundannahmen über Raum, Natur, Zeit etc. einer Kultur prägen die kulturelle Identität eines Individuums und sind nur sehr begrenzt wahrnehmbar.
Die sichtbaren Teile der Kultur sind Ausdruck der Unsichtbaren. Das Modell zeigt die Bedeutung der verborgenen Teile der Kultur deutlich auf und weist darauf hin, wie wichtig es ist, in interkulturellen Begegnungen sensibel für das Unsichtbare zu bleiben – dem Eigenen und dem Fremden gegenüber.
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Sichtbare, bewusste Kultur _____________________________________ |



